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Karl Grell (1925 - 2003), der Arrangeur, Komponist und Dirigent hat wie kein anderer jahrzehntelang die Unterhaltungsmusik im österreichischen Radio und Fernsehen beeinflusst. Seine musikalische Palette reichte von der leichten, tänzerischen Komposition oder der volkstümlichen Musik bis zur Blasmusikkomposition, und vom Wienerlied über den Schlager bis zur großen symphonischen Unterhaltungsmusik. Als Komponist schrieb er Musik zu Hörspielen und Fernsehmärchen, Puppentrickfilmen und TV-Schattenspielen. Als Arrangeur prägte er mit dem von ihm im Auftrag des ORF gegründeten Wiener Solistenorchesters den legendär gewordenen „Grell- Sound“.

Schon in jungen Jahren begann seine Tätigkeit als Arrangeur. Für das Große RWR Tanz- und Unterhaltungsorchester Karl Loubé bearbeitete Karl Grell von 1952 bis 1955 120 Titel und aus der wichtigen Begegnung mit Robert Stolz resultierten mehr als 400 Arrangements von Stolz-Kompositionen. Insgesamt entstanden mehr als 1600 Instrumentationen in moderner und traditioneller Form, für große, kleine und auch kammermusikalische Besetzung.

Der so genannte „Grell-Sound“ ist aber untrennbar mit dem 1955 im Auftrag des Österreichischen Rundfunks gegründeten Wiener Solistenorchester verbunden, mit dem Grell in mehr als 30 Jahren eine große Anzahl von Rundfunk-, Fernseh- und Schallplattenproduktionen machte und in zahlreichen öffentlichen Konzerten auftrat. Die über 50 Jahre währende Tätigkeit von Karl Grell im Dienste des Rundfunks, seine Lehrtätigkeit und die Mitwirkung in den verschiedensten Gremien der Musikwelt, runden das Bild eines Lebens voll Musik ab.

Sein Leben war Arbeit, seine Arbeit war Musik. Sie war seine Daseinsberechtigung, ohne sie konnte und wollte er nicht leben. Seine Begeisterung und sein bedingungsloser Einsatz blieben selbst im Alter ungebrochen und „Studioluft“ war die Stimulanz, die ihn in den letzten Jahren seine Krankheit vergessen ließ. So stellte er seine zwei letzten CDs in dieser ORF Reihe der Radionostalgie sowie sein Buch M e i n L e b e n s l i e d buchstäblich in letzter Sekunde fertig.

Seine Musik – SEIN LEBENSLIED – wird weiterklingen und das Motto seines väterlichen Freundes Robert Stolz hat auch für ihn Gültigkeit: „Wenn ich einem Menschen mit meiner Musik Freude bereitet habe, dann weiß ich, nicht umsonst gelebt zu haben“.

Renate Grell - Wolfgang Sturm

Karl Grell - Biographie & Gedenkstein

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