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Karl Grell: CD  Mein Lebenslied  (Booklet-Text)
                            
M e i n  L e b e n s l i e d   spiegelt die künstlerische Persönlichkeit von  Karl  Grell als Komponist, Arrangeur und Dirigent wider und bietet einen  Querschnitt seines reichen musikalischen Schaffens. Titel wie Nordlandfahrt  (Cut 8-11), Pizzikato  Melodie (Cut 12), Jahrelang (Cut17), Wiegenlied  für  Christoph (Cut 21), die Theodor Storm-Vertonung: Schließe  mir  die  Augen (Cut 22) und  Vom  Dunkel  zum  Licht (Cut 23) sind untrennbar mit seinem Leben verbunden und beweisen eine Vielseitigkeit, die weit über die Grenzen eines „U-Musik-Spezialisten“ hinausgeht. Eine Unterscheidung zwischen E-Musik und U-Musik hatte für Karl Grell nie Gültigkeit. Für ihn gab es nur gute oder schlechte Musik.

Seine musikalische Palette reicht von der gehobenen U-Musik bis zur symphonischen Unterhaltungsmusik, von der leichten tänzerischen Komposition über die volkstümliche Musik bis zur Blasmusikkomposition (Cut 14), vom Wienerlied über den Schlager bis zur großen Kantilene. Karl Grell komponierte Musik zu Hörspielen und Fernsehmärchen, Puppentrickfilmen und TV-Schattenspielen. Im Funkspiel  „Glatte Landung in Wien“  erklang erstmals das kleine Wienerlied  Vogerl  aus  Wien  (Text Horst Winter), das 1960 in einem internationalen Wettbewerb den ersten Platz errang (Instrumentalversion Cut 16).

Schon in jungen Jahren begann seine Tätigkeit als Arrangeur. Für das Große RWR Tanz- und Unterhaltungsorchester Karl Loubé bearbeitete Karl Grell von 1952 bis 1955 120 Titel und aus der wichtigen Begegnung mit Robert Stolz resultierten mehr als 400 Arrangements von Stolz-Kompositionen. Insgesamt entstanden mehr als 1600 Instrumentationen in moderner und traditioneller Form, für große, kleine und auch kammermusikalische Besetzung.

Der so genannte „Grell-Sound“ ist aber untrennbar mit dem 1955 im Auftrag des Österreichischen Rundfunks gegründeten Wiener Solistenorchester verbunden, mit dem Grell in mehr als 30 Jahren eine große Anzahl von Rundfunk-, Fernseh- und Schallplattenproduktionen machte und in zahlreichen öffentlichen  Konzerten  auftrat. Die über 50 Jahre währende Tätigkeit von Karl Grell im Dienste des Rundfunks, seine Lehrtätigkeit und die Mitwirkung in den verschiedensten Gremien der Musikwelt, runden das Bild eines Lebens voll Musik ab.

Sein Leben war Arbeit, seine Arbeit war Musik. Sie war seine Daseinsberechtigung, ohne sie konnte und wollte er nicht leben. Seine Begeisterung und sein bedingungsloser Einsatz blieben selbst im Alter ungebrochen und  „Studioluft“ war die Stimulanz, die ihn in den letzten Jahren seine Krankheit vergessen ließ. So stellte er seine zwei letzten CDs in dieser ORF Reihe der Radionostalgie sowie sein Buch M e i n  L e b e n s l i e d  buchstäblich in letzter Sekunde fertig.

Seine Musik – SEIN LEBENSLIED – wird weiterklingen und das Motto seines väterlichen Freundes Robert Stolz hat auch für ihn Gültigkeit:„Wenn ich einem Menschen mit meiner Musik Freude bereitet habe, dann weiß ich, nicht umsonst gelebt zu haben“.


Renate Grell  -  Wolfgang Sturm

Die CD ist im Fachhandel oder über den ORF-Shop erhältlich.

Sämtliche Tracks der CD können Sie im Audioplayer auf dieser Webseite hören.

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